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Lesung, Workshop, Austausch | Ressource Zukunft – Die Kunst, eine Welt von Morgen zu gestalten

Zukunft beginnt dort, wo wir ins Gestalten kommen

Marie-Theres lud Klaus Kofler für zwei Tage nach Weiz, um Menschen unterschiedlicher Generationen und Lebenswelten ins Gespräch über die Zukunft zu bringen. Bei einer Unternehmer:innen-Runde, einem Schulworkshop an der HLW Weiz und einer öffentlichen Lesung wurde deutlich: Zukunft ist eine Ressource, die wir gemeinsam gestalten können.

Wie können wir wieder Lust auf Zukunft entwickeln? Welche Fragen beschäftigen uns, und welche Möglichkeiten haben wir, selbst wirksam zu werden? Diesen Fragen widmete sich der Zukunftsforscher, Zukunftsdesigner und Autor Klaus Kofler am Dienstag, 13. Oktober 2026, in Weiz. Auf Einladung von cardamom eröffnete er mit seinem Buch „Ressource Zukunft – Die Kunst, eine Welt von morgen zu gestalten“ neue Perspektiven auf Verantwortung, Möglichkeiten und gemeinsames Handeln.

Energie folgt Fokus: Zukunft anders denken
Über 30 Teilnehmer:innen kamen zur abendlichen Lesung mit anschließendem Gespräch im Koblischek by Katrin zusammen. Es wurde ein berührender Abend voller inspirierender Gedanken, persönlicher Perspektiven und anregender Diskussionen.

Eine zentrale Botschaft: Ressource wird Zukunft erst dann, wenn wir auch wissen, wie wir sie einsetzen. Zukunft ist nicht einfach etwas, das auf uns zukommt. Sie entsteht auch durch unsere Entscheidungen, unsere Haltung und unser Handeln.

Dabei gilt: Energie folgt Fokus. Wer ausschließlich auf Krisen und Probleme blickt, übersieht leicht, was bereits gelingt. Es geht nicht darum, Schwierigkeiten auszublenden, sondern den Blick bewusst auch auf Möglichkeiten, Potenziale und gelingende Entwicklungen zu richten.

Unternehmer:innen gestalten Zukunft – nach innen, nach außen und bei sich selbst
In einer eigenen Unternehmer:innen-Runde ging es um die besonderen Möglichkeiten und Herausforderungen unternehmerischer Zukunftsgestaltung.

Deutlich wurde dabei: Unternehmer:innen wirken auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Nach innen, indem sie ihre Unternehmen und deren Kultur gestalten. Nach außen, durch ihre Beziehungen zu Kund:innen, Partner:innen und weiteren Berührungsgruppen. Und bei sich selbst, indem sie ihre eigene Haltung, Persönlichkeit und Handlungsfähigkeit weiterentwickeln.

Ein wichtiger Gedanke aus der Diskussion: Das „Sowohl-als-auch“ ist ein Zukunftsschlüssel. Zukunftsfähigkeit entsteht nicht unbedingt durch die Entscheidung zwischen scheinbaren Gegensätzen, sondern durch die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven und Anforderungen miteinander zu verbinden.

Unternehmer:innen verfügen über großes Potenzial, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen mitzugestalten. Zugleich stehen sie vor erheblichen Herausforderungen. Umso wichtiger sind Räume für Austausch, Reflexion und gemeinsames Weiterdenken.

HLW Weiz: Die Zukunft beginnt mit den eigenen Fragen
Wie persönlich Zukunft sein kann, zeigte ein Workshop mit Jugendlichen an der HLW Weiz. Bei einer „Zukunftsreise im Kleinformat“ näherten sich die Schüler:innen ihren eigenen Zukunftsvorstellungen in vier Schritten:

  1. Meine Zukunftsfrage! Was beschäftigt oder berührt mich gerade?
  2. Warum und wofür? Welche Werte, Bedürfnisse und welche Bedeutung stecken hinter meiner Frage?
  3. Was tu ich dafür? Wie kann ich die gewünschte Zukunft aktiv mitgestalten?
  4. Wie werde ich schon heute wirksam? Welchen ersten Schritt kann ich jetzt setzen?

Dabei entstanden Fragen, die ebenso persönlich wie grundlegend sind, wie etwa: „Mit wem werde ich in die Zukunft gehen?“, „Wie bereite ich mich auf Hindernisse am Weg vor?“, „Welchen Beruf werde ich ausüben?“ oder „Werde ich eine Familie gründen?“

Der Workshop machte deutlich, dass Zukunftsgestaltung nicht mit fertigen Antworten beginnt. Vielmehr braucht es zunächst die Möglichkeit, eigene Fragen zu entwickeln, ihren tieferen Sinn zu erkennen und daraus erste Handlungsschritte abzuleiten.

Zukunft braucht offene Räume und gute Gespräche
Was die drei Formate verband, war die Bedeutung von Zukunftskommunikation: Räume zu öffnen, in denen Menschen unterschiedlicher Perspektiven gemeinsam über mögliche und wünschenswerte Zukünfte nachdenken können. Nicht nur über das, was uns Sorgen macht, sondern auch über das, was uns wichtig ist, was bereits gelingt und was wir gemeinsam bewegen können.

„Ich liebe es, diese Räume zu öffnen und gemeinsam mit anderen in die für mich wichtigen Fragen unserer Zeit einzutauchen. Danke allen, die von Wien, Vorarlberg und aus der Region zusammengekommen sind! Das macht #zukunftslust!“, freut sich Marie-Theres.

Die öffentliche Lesung wurde von cardamom in Kooperation mit Physio Frieß, Koblischek by Katrin, KReislerei, Buchhandlung Haas und bildungweiz veranstaltet. Der Schulworkshop wurde vom Weizer Innovationszentrum unterstützt.

Die Erkenntnis aus diesen Tagen: Zukunft ist keine fertige Prognose. Sie entsteht dort, wo Menschen Fragen stellen, Perspektiven teilen, Möglichkeiten erkennen und ins Handeln kommen.

Denn Zukunft wird nicht nur gedacht. Zukunft wird gemacht.

Text: Marie-Theres

Social Media: Katharina

Grafik: Jacqui